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1 Kommentar

  1. Liebe Angela Bach und Angela Bittl, ich danke Euch für Euer Interview. Eine enge Freundin von mir ist vor ein paar Wochen vergewaltigt worden, so bin ich für jeden Hinweis dankbar, der mich das Geschehen besser verstehen lassen kann. Ihr habt heu-te einiges gesagt, was ich mir schon dachte und auch mitteilen wollte. Zur Vergebung: Ich sah vor vielen Jahren im TV einen Dokumentarfilm über Kind Missbrauchstäter, die im Gefängnis und in der Psychatrie zu ihrer Therapie interviewt wurden. Ich war dabei sehr berührt davon, wahrnehmen zu können, dass diese auch wirklich ernst zunehmende Menschen sein konnten, die sich über sich und das Leben Gedanken machten und geistig absolut nicht primitiv waren. Darüber einen Onlinekongress fän-de ich gut, sowie auch einen Kongress, mit Opfern und Tätern, die sich auch als achtenswerte Menschen begegnen können.
    Wiederholte Frage von A. Bittl: „Warum gerade Dir?“ Was führt eventuell einen Täter zu seinem Opfer oder gar umgekehrt?
    Vermutung: Von den Eltern Selbstbewusstsein und Selbst-wertgefühl, wie auch mal Neinsagenkönnen, nicht genügend gelernt zu haben. Provokante Frage von mir: Missbrauch ein Wink des Schicks um zu lernen, sich nicht überfordern und missbrauchen zu lassen?
    Ich erinnere mich an die Aussage Sentas im ersten Interview, sie sei eine starke Frau – ja sicher – sie war (ist) sehr stark im geben für Andere, aber schwach im Fordern und Inanspruchnehmen für sich selbst. Also Stärke allein reicht nicht immer, sondern es bedarf noch der richtigen Mitte oder Balance. Gibt es in unserem Leben vielleicht sogar so etwas, wie einen zarten, bis gewalttätigen Tanz zwischen seinen Extremen, wie Rumba und Paso Doble (dem Stierkampf nachempfunden), oder wie zwischen Wärme und Kälte, Hoch- und Tiefdruck, mit dem Ziel eines lebendigen Miteinanders statt eines K.O’s.
    Angela Bach spricht in ihrem 2. Buch von ihrem Weg über die Achterbahn und durch das Chaos, aber auch von einem harten Weg, der sich lohnt! Interessant auch die Umkehrung: Gewalt-Täter: Schwache, die sich stark fühlen möchten. Danke für Euer Gespräch. Michael

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